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FVCML0208 10

Flurstücks Nr.11 der Gemarkung Liebertwolkwitz

Auf dem Grundstück befanden sich in früherer Zeit im westlichen Teil ein Vierseitenhof mit Vierseitenhof mit Wohngebäuden, Stallungen und Scheune . Die Geschichte des Gehöfts geht nachweislich bis in das frühe 17. Jahrhundert zurück. Aufgrund von Kriegseinwirkungen (vermutlich Brandschatzung im 30-jährigen Krieg, desweiteren Einwirkungen unter napoleonischer Fremdherrschaft), Vernachlässigung in DDR-Zeiten und fehlender Nutzung in der Nachwendezeit erreichten die Baulichkeiten einen so desolaten Zustand, dass nach dem Schliff des östlichen Gebäudes auch die nördlich platzierte Scheune abgerissen werden musste. Der westlich an der Grundstücksgrenze befindliche Stall ist zumindest in Teilen einsturzgefährdet und darf nicht betreten werden. In Nachkriegszeiten wurde das Gelände als Schweinemastanlage genutzt. Im östlichen Teil des Grundstücks waren Schweineställe und Zubehörräume vorhanden. Diese Anlage wurde nach 1990 komplett zurückgebaut.

Alten Karten zufolge gab es schon vor 1700 einen Verbindungsweg vom Markt aus durch das Grundstück auf die Felder, weiterführend nach Seifertshain und Fuchshain. Der im südöstlichen Teil des Grundstücks befindliche Weiher ist einer der letzten aus dieser Zeit verbliebenen Teiche, die früher auch in der südlich angrenzenden Badergasse anzutreffen waren und entsprechend genutzt wurden.

Westlich angrenzend an den ehemaligen Vierseitenhof befindet sich eine vergleichbare Bebauung. Nachbarliche Scheune und eigene Stallung (link zu Fotos „Stallung“) sind nahezu grenzständig. Das südliche Wohngebäude Teichmannstraße 1 (link zu Fotos „Wohngebäude“)  grenzt direkt und unmittelbar traufseitig an die Teichmannstraße an. Die Straße selbst ist eine Staatstraße (S46), die als östliche Ausfallstraße Liebertwolkwitz an den nördlichen Teil von Großpösna (Auensiedlung), dann Fuchshain und Naunhof, weiterführend an Parthenstein und endend in Großsteinberg anbindet. Die westliche Weiterführung der Straße wurde durch den Tagebau (Markleeberger See) abgeschnitten. Die Straße ist auf die B186 aufgebunden.

Die Zuwegung zu dem Gelände Fl.Nr.11 erfolgt ausschließlich über einen alten, denkmalgeschützten Torbogen,der sich direkt neben dem Wohngebäude Teichmannstr. 1 befindet. Weitere verkehrstechnische Anbindungen liegen nicht vor. Die östlich angrenzende Getreidegasse endet als Straße ca. 30m vor der Grundstücksgrenze und reduziert sich in einen schmalen Fußweg. Der 30m-Streifen ist mit Bäumen und Strauchwerk bepflanzt. Topografisch gesehen fällt die Teichmannstraße in Richtung Osten ab (Straße vor Torbogen ~148,30NN, nach ca.100m ~146,30NN). Das Gelände steigt von Süden nach Norden an (Torbogen 148,50m NN, nördliche Freianlage ~150,00…150,50NN).

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