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Wissenswertes

 Die Abkürzung "öbuv SV" steht für
"öffentlich bestellter und vereidigter SachVerständiger".
1. Wer ist ein “öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“?

Natürlich nur, wer auch tatsächlich öffentlich bestellt und vereidigt ist.

>> Ist das so wichtig?

Das kann sogar entscheidend wichtig sein:
Von einem Sachverständigen erwartet man Sachkunde, Objektivität und Vertrauenswürdigkeit. Fehlt nur eines, ist die ganze Sachverständigentätigkeit nichts wert!

Leider ist die Bezeichnung “Sachverständiger“ nicht geschützt. Weniger Kundige, ungenügend Qualifizierte, Interessenvertreter schmücken sich damit und nehmen das Ansehen in Anspruch, das seriöse, angesehene Sachverständige mit Recht genießen.

Deshalb ist Vorsicht am Platze, wenn Sachverständige ohne einen Hinweis auf die öffentliche Bestellung und Vereidigung auftreten. Dann sagt der Begriff “Sachverständiger“ häufig gar nichts, weil sich eben jeder so nennen kann. Dies gilt nebenbei bemerkt auch für Organisationen, Vereine, “Institute“ und Gesellschaften, die ihre Sachverständigendienste anbieten.

Die Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen erfolgt durch öffentlich-rechtliche Einrichtungen wie z.B. Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern.

2 . Was zeichnet einen öffentlich bestellten Sachverständigen aus?

Sachkunde: Nur der öffentlich bestellte Sachverständige bat einen anspruchsvollen Nachweis über seine “besondere Sachkunde“ für sein Sachgebiet vor einem Fachausschuss führen müssen.

Vertrauenswürdigkeit: Seine persönliche Eignung für die Sachverständigentätigkeit ist vor der öffentlichen Bestellung überprüft worden.

Objektivität: Der öffentlich bestellte Sachverständige wird darauf vereidigt, seine Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen und seine Gutachten unparteiisch nach bestem Wissen und Gewissen zu erstatten.

Pflicht zur Gutachtenerstattung: Der öffentlich bestellte Sachverständige darf Aufträge zur Gutachtenerstattung nur aus wichtigem Grund ablehnen, ansonsten ist er verpflichtet, für Gerichte, Behörden, Privatpersonen und sonstige Auftraggeber tätig zu werden.

Schweigepflicht: Der öffentlich bestellte Sachverständige hat die Geheimnisse seiner Auftraggeber zu wahren. Er kann bei unbefugter Verletzung der Schweigepflicht besonders streng bestraft werden.

Aufsicht: Der öffentlich bestellte Sachverständige unterliegt der ständigen Aufsicht durch die Stelle, die ihn öffentlich bestellt hat. Sie kann ihm die Bestellung entziehen, wenn er seine Sachverständigenpflichten nach der Sachverständigenordnung und den -richtlinien verletzt.